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ADS, AD(H)S

Aufmerksamkeits-Hyperaktivitätsstörung: nach DSM-IV eine seit langem bekannte sehr häufige und oftmals chronische verlaufende psychische Störung, die sich bereits im frühen Kindesalter manifestiert und mit teilweise veränderter Symptomatik bei Erwachsenen fortsetzt.

Davon betroffene Kinder sind erkennbar durch:

1.Aufmerksamkeitsstörung: Sie haben Schwierigkeiten, längere Zeit bei Aufgaben oder Spielen zu bleiben, werden durch innere oder äußere Reize immer wieder abgelenkt und können die Aufmerksamkeit kaum auf eine Arbeit fokussieren.

2.Mangelnde Impulssteuerung: Sie platzen mit Antworten heraus, können nicht warten, bis sie an der Reihe sind, haben Reaktionen und Handlungen teilweise nicht oder nur schwer unter Kontrolle, auch mangelnde emotionale Steuerung

3.Mögliche Hyperaktivität: (muss bei ADS-Kindern aber nicht immer vorhanden sein): Innere Unruhe, starker Bewegungsdrang, zappelt häufig mit Händen oder Füßen, ständige motorische Aktivität.

Die wichtigsten Auswirkungen von AD(H)S sind:
AD(H)S kann bei Kindern zu Lernstörungen, Verhaltensauffälligkeiten, psychosomatischen Beschwerden und besonders zu Problemen im zwischenmenschlichen Miteinander führen. Sie werden in sozialen Gruppen häufig zum Außenseiter und von den Mitmenschen abgelehnt. Selbstbewusstsein und Selbstwertgefühl sind häufig erheblich beeinträchtigt.

Diagnosekriterien

Hier handelt es sich um Kriterien nach dem gültigen Schema ICD-10 der WHO. Diese Kriterien werden durchgeprüft, um eine ADS/ADHS oder HKS-Diagnose zu stellen.

A.
In Bezug auf Alter und Entwicklungsstand nachweisbare Abnormität von Aufmerksamkeit und Aktivität zuhause. Gekennzeichnet durch mindestens drei dieser Aufmerksamkeitsschwierigkeiten:

1. Kurze Dauer spontaner Aktivitäten.
2. Mangelnde Ausdauer beim Spielen.
3. Überhäufiges Wechseln zwischen verschiedenen Aktivitäten.
4. Stark beeinträchtigte Ausdauer bei der Bewältigung von Aufgaben, die von Erwachsenen gestellt werden.
5. Ungewöhnlich hohe Ablenkbarkeit während schulischer Arbeiten wie Hausaufgaben oder Lesen.
6. Ständige motorische Unruhe (rennen, hüpfen, etc.).
7. Bemerkenswert ausgeprägte Zappeligkeit und Bewegungsunruhe während spontaner Beschäftigungen.
8. Bemerkenswert ausgeprägte Aktivität in Situationen, die relative Ruhe verlangen (wie z.B. Mahlzeiten, Reisen, Besuche, Gottesdienst).
9. Schwierigkeiten sitzen zu bleiben, wenn es verlangt wird.

B.
In Bezug auf Alter und Entwicklungsstand nachweisbare Abnormität von Aufmerksamkeit und Aktivität im Kindergarten oder in der Schule (falls zutreffend). Gekennzeichnet durch mindestens drei dieser Aufmerksamkeitsschwierigkeiten:


1. Außergewöhnlich geringe Ausdauer bei der Bewältigung von Aufgaben.
2. Außergewöhnlich hohe Ablenkbarkeit, d.h. häufiges Zuwenden zu externen Stimuli.
3. Überhäufiger Wechsel zwischen verschiedenen Aktivitäten, wenn mehrere zur Auswahl stehen.
4. Extrem kurze Dauer von spielerischen Beschäftigungen.
5. Beständige und exzessive motorische Unruhe(Rennen, Hüpfen etc.) in Situationen, in denen freie Aktivität erlaubt ist.
6. Bemerkenswert ausgeprägte Zappeligkeit und motorische Unruhe in strukturierten Situationen.
7. Extrem viel Nebenaktivitäten bei der Erledigung von Aufgaben.
8. Fehlende Fähigkeit, auf dem Stuhl sitzenbleiben zu können, wenn es verlangt wird

C.
Direkt beobachtete Abnormität von Aufmerksamkeit oder Aktivität. Diese muss in Anbetracht des Alters und des Entwicklungsstandes des Kindes sehr ausgeprägt sein. Anzeichen dafür können sein:


1. Direkte Beobachtung der Kriterien wie in A oder B geschildert, nicht nur berichtet durch Eltern oder Lehrer.
2. Beobachtung abnormer motorischer Aktivität, unstrukturierten Arbeitsverhaltens oder mangelnder Ausdauer bei Beschäftigungen in einer Situation außerhalb von Zuhause oder Schule (wie z.B. Klinik).
3. Signifikante Beeinträchtigung in psychometrischen Tests, die die Aufmerksamkeit prüfen.

D.
Ausschluss tiefgreifender Entwicklungsstörungen

Die Kriterien für eine tiefgreifende Entwicklungsstörung (F84), Manie (F30), Depression (F32) oder Angststörung (F41) werden nicht erfüllt

E.
Beginn

Beginn der Symptomatik vor dem 6. Lebensjahr.

F.
Dauer

Dauer der Symptomatik mindestens 6 Monate

G.
IQ

IQ über 50

Krankheitsbilder

ADS
Wenn die Kriterien der hyperkinetischen Störung erfüllt sind, eine Störung des Sozialverhaltens nach den Kriterien jedoch nicht vorliegt, liegt eine Störung der Aktivität und Aufmerksamkeit (ADS) vor.

ADHS
Wenn sowohl die Kriterien der hyperkinetischen Störung als auch die der Störung des Sozialverhaltens erfüllt sind, handelt es sich um eine Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS oder amerikanisch ADHD).

HKS
Eine Gruppe von anderen hyperkinetischen Störungen (HKS) ist in einem weiteren Punkt der ICD-10 genau spezifiziert.

Andere
Werden die allgemeinen Kriterien erfüllt, während eine Unterscheidung in eine der anderen Gruppen nicht möglich ist, kommt diese Kategorie zur Anwendung. Für diese Patienten kann die Behandlung im Einzelfall sehr unterschiedlich sein.

 

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